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Nature Genetics: Artikel zu Fortschritten bei der Neuroblastomforschung unter Beteiligung des SFB 876, Projekt C1 erschienen

Bei der Behandlung von Krebserkrankungen von Kindern sind die Fortschritte in vielen Fällen greifbar. Sorgen macht den Medizinern aber besonders das Wiederauftreten eines Tumors. In diesen Fällen sind die Therapiemöglichkeiten meist spärlich. Sehr schlecht sind die Aussichten besonders bei Neuroblastomen, soliden Tumoren, die bei kleinen Kindern auftreten können.

Um die genetischen Unterschiede zwischen der Ersterkrankung und dem wiederkehrenden Tumor besser zu verstehen, haben Forscher des Sonderforschungsbereichs 876 der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Kollegen die Tumorgenome von Patienten mit Neuroblastom in verschiedenen Stadien untersucht.

In einem jetzt von der angesehenen Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlichten Artikel beschreiben sie Signaturen, die eine Resistenz gegenüber Therapien bewirken, analog zu den Antibiotika-Resistenzen, die sich bei der Behandlung von Bakterien-Infektionen entwickeln. Auf der anderen Seite finden sich in den wiederkehrenden Tumoren genetische Muster, die jetzt als neue Angriffspunkte für gezielte Therapien geprüft werden können.

Die Projektleiter des Projekts C1 im Sonderforschungsbereich und Mitautoren des Artikels, sind sich einig: "Ein genaues Verständnis der Entwicklung des Neuroblastoms zwischen seinem ersten Auftreten und dem Wiederauftreten war nur möglich dank moderner Methoden der genomweiten Datenanalyse, wie wir sie auch im Sonderforschungsbereich entwickeln. Eine besondere Herausforderung bei dieser Studie bestand darin, dass sehr verschiedenartige Daten, die von ganz verschiedenen Technologien erzeugt wurden, gemeinsam analysiert werden mussten. Auch in Zukunft werden wegen der stark wachsenden Datenmengen aus Genom-Studien besonders neue ressourceneffiziente Methoden aus der Informatik eine wichtige Rolle spielen."

Die Fakultät für Informatik wird bei den Autoren vertreten durch Herrn Prof. Sven Rahmann (Universität Duisburg-Essen/TU Dortmund, Lehrstuhl 11) und Herrn Dr. Sangkyun Lee (TU Dortmund, Lehrstuhl 8).

Neben der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) betonen die Autoren auch die Unterstützung durch das Deutsche Konsortium für translationale Krebsforschung (DKTK) und durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR).