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Informatik am >>dortMINT<<-Projekt beteiligt

Mit 1,5 Mio. Euro fördert die Telekom-Stiftung an der TU Dortmund das sog. »dortMINT«-Projekt im Rahmen der bundesweiten Exzellenzinitiative „MINT-Lehrerbildung“. Ausgangspunkt des bis 2012 geplanten Projektes ist die Erkenntnis, dass Schülerinnen und Schüler effektiv und nachhaltig lernen können, wenn der Unterricht an ihren individuellen Lernständen ansetzt. Die hierfür notwendigen Kompetenzen der Lehrenden – Diagnosefähigkeiten und Handlungskompetenzen zur Umsetzung individueller Förderungsmaßnahmen – wurden allerdings bislang in der MINT-Lehrerausbildung nur wenig behandelt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Vahrenhold (Lehrstuhl Informatik XI, Arbeitsgruppe "Grundlagen und Vermittlung der Informatik") ist auch die Fakultät für Informatik an diesem Projekt beteiligt. Im Themenschwerpunkt „Weiterentwicklung der fachdidaktischen Ausbildung“ wird fachübergreifend gemeinsam mit den Lehrstühlen "Biologie und ihre Didaktik" (Prof. Dr. Dittmar Graf) und "Didaktik der Chemie II" (Prof. Dr. Insa Melle) geforscht.

Das Dortmunder »dortMINT«-Projekt setzt einen klaren Fokus: Insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), aber auch in den Rehabilitations- und Erziehungswissenschaften soll es dazu beitragen, Diagnose und individuelle Förderung als eine wesentliche Kompetenz zukünftiger Lehrkräfte zu etablieren und somit die Lehrerbildung in allen Schulformen qualitativ zu verbessern.

Zur Erreichung dieser Ziele wird im Rahmen von »dortMINT« das Themenfeld Diagnose und individuelle Förderung (DiF) in zentralen Bereichen des Studiums verankert. Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer sollen DiF im eigenen Lernprozess der fachwissenschaftlichen Ausbildung erleben, die theoretischen Hintergründe und diesbezügliche praktische Instrumente in der fachdidaktischen Ausbildung erlernen und die so erworbenen Kompetenzen in der schulpraktischen Ausbildung erproben. In diesem Zusammenhang ist es auch erforderlich, Schülervorstellungen zu naturwissenschaftlich-technischen Konzepten zu erheben und – hierauf aufbauend - Fördermaßnahmen für leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler zu entwickeln.

»dortMINT« will so in einem ersten Schritt ein gemeinsames theorie- und empiriegeleitetes Verständnis von DiF konkretisieren und in zentralen Phasen des Studiums verankern. In einem zweiten Schritt sollen auf Basis begleitender Evaluation diese Ansätze zur Integration von DiF in die Lehrerbildung in allen beteiligten Disziplinen etabliert werden.

Die hierfür notwendige Vernetzung über die Fächergrenzen hinweg sichert die zentrale MINT-Werkstatt. Die Forschungswerkstatt ist Anlaufstelle für alle Lehramtstudierende, denen hier Materialien, Beratung und fächerübergreifende Unterstützung für die Konzeption und Bearbeitung ihrer eigenen Forschungsarbeiten zum Themenkreis DiF bereitgestellt wird.

»dortMINT« soll so nicht nur die MINT-Lehrerbildung an der TU Dortmund nachhaltig verbessern. Durch die begleitende Forschung werden darüber hinaus wichtige Erkenntnisse zur Gestaltung der Lehrerbildung in anderen Fächern und an anderen Hochschulen erwartet.

Im Anschluss an die Förderung durch die Telekom-Stiftung wird die TU Dortmund die Weiterführung des Projektes bis 2015 mit eigenen Mitteln garantieren. Insgesamt unterstützt die Telekom-Stiftung vier Projekte: Neben »dortMINT« wird auch ein Projekt der TU München mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Projekte der Humboldt-Universität in Berlin und der Freien Universität Berlin erhalten je 750.000 Euro.

Weitere Informationen zur Telekom-Stiftung und den MINT-Projekten finden Sie hier: