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Auftaktworkshop unter Leitung von Prof. Dr. Peter Marwedel

Das von der EU geförderte Exzellenznetzwerk für IT-Anwendungen in technischen Systemen, ArtistDesign, hat am 16. und 17. Juni im Schloss Rheinfeld in St. Goar (Mittelrhein) einen Workshop zu dem Thema „Mapping of Applications to MPSoCs“ durchgeführt. Der Workshop wurde veranstaltet und geleitet von Prof. Dr. Peter Marwedel vom Lehrstuhl Informatik XII. Prof. Marwedel ist Leiter des entsprechenden Bereichs im ArtistDesign-Netzwerk.

Viele PC-Nutzer haben es schon gesehen: die Taktrate von Prozessoren, gemessen in Gigahertz (GHz), steigt kaum noch an. Dagegen haben neue PCs haben so genannte Duo- oder Quad-Core Mikroprozessoren. Diese Beobachtungen bestätigen einen Trend beim Einsatz von Mikroprozessoren: statt eines einzelnen immer schneller arbeitenden Prozessors werden künftig mehrere Prozessoren gleichzeitig an der Lösung einer Aufgabe arbeiten. Dieser Trend ist eine Herausforderung für die Entwicklung von Anwendungen: Anwendungen müssen in parallel verarbeitbare Teilaufgaben zulegt und den Prozessoren zugeordnet werden. Damit ist die Situation hinsichtlich der weiteren Entwicklung von Anwendungen insgesamt kritisch. Die weitere Entwicklung von intelligenten Anwendungen könnte insgesamt gefährdet sein. Dieses Problem entsteht sowohl bei klassischen PCs wie auch beim Einsatz der Informationsverarbeitung in technischen Systemen wie z.B. Handys. Gerade in Handys und PDAs wird die Elektronik mit mehreren Prozessoren zunehmend auf einem Chip realisiert, wodurch so genannte multiprocessor systems on a chip (MPSoCs) entstehen. MPSoC sind bereits hardwaremäßig bereits verfügbar, aber für die Entwicklung von Anwendungen von MPSoCs existieren bislang kaum Werkzeuge. Das von der EU geförderte Exzellenznetzwerk für IT-Anwendungen in technischen Systemen, ArtistDesign, hat der Lösung dieses Problems daher eine hohe Priorität gegeben. Das Netzwerk hat daher am 16. und 17. Juni im Schloss Rheinfeld in St. Goar (Mittelrhein) einen Workshop zu dem Thema „Mapping of Applications to MPSoCs“ durchgeführt. Der Workshop wurde veranstaltet und geleitet von Prof. Dr. Peter Marwedel vom Lehrstuhl Informatik XII der TU Dortmund. Prof. Marwedel ist Leiter des entsprechenden Bereichs im ArtistDesign-Netzwerk. Der Workshop begann mit einem Vortrag von John Goodacre, der bei der Firma ARM (Cambridge) für die Entwicklung von schnellen MPSoCs verantwortlich ist. ARM-Prozessoren finden sich z.B. in fast allen Handys. Lothar Thiele von der ETH Zürich referierte über die in Zürich erarbeiteten Techniken. Als Ergebnis wurde eine Zusammenarbeit verschiedener europäischer Gruppen mit dem Ziel der Lösung des Problems vereinbart.

Weitere Information zu dem Workshop gibt es hier: